„Alle politisch Verantwortlichen in dieser Stadt scheinen sich einig in dem Anliegen, einen Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des Jahnsportplatzes zu bauen, nur das Land zieht nicht mit, wie das rheinland-pfälzische Innenministerium unmissverständlich darlegte“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Lerch und sein Stellvertreter Dr. Thomas Bals.
In einer beeindruckenden Demonstration (siehe Ausgabe der Rheinpfalz vom 4.10.) auf dem besagten Gelände hatten die Vertreter der Landauer Sportvereine, Landau West, FV Queichheim, SV Dammheim, SV Mörlheim sich für einen solchen Kunstrasenplatz stark gemacht. Ein solcher Platz, an dieser zentralen Lage, würde die Vereine unabhängiger machen von witterungsbedingten Einflüssen, aber auch zusätzliche Spiel- und Trainingsmöglichkeiten für viele Sporttreibende schaffen.
Während im Stadtrat hierzu wohl eine große Übereinstimmung herrscht, macht das SPD-geführte Innenministerium in Mainz hier einen „Strich durch die Rechnung“. Von dort wurde signalisiert, dass nach aktuellem Sachstand eine Förderung der Maßnahme durch das Land ausscheide, da die Stadt – wie alle kreisfreien Städte in Rheinland-Pfalz – einen unausgeglichenen Haushalt habe. Das Ministerium führt hierzu weiter aus, dass ein solcher Kunstrasenplatz überwiegend für den Vereinssport vorgesehen sei, es aber keine „Pflichtaufgabe“ der Kommune sei, den Sportvereinen Sporteinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Dr. Thomas Bals, seit vielen Jahren Vorsitzender des Fördervereins Kunstrasenplatz findet eine solche Position unverantwortlich. „Hier wird das vielfältige ehrenamtliche Engagement unserer Sportvereine vollkommen missachtet“, so Bals. Auch Fraktionschef Lerch hält diese Position des Landes für verkehrt und gesellschaftspolitisch für äußerst unklug. Und Lerch weiter, „gerade unsere Sportvereine leisten mit ihrem Angebot von sportlicher Betätigung und sinnvoller Freizeitbeschäftigung für hunderte junger Menschen einen gesellschaftlichen Beitrag von unschätzbarem Wert“. Unabhängig davon käme dieser Kunstrasenplatz, im Einzugsbereich von 3 großen innerstädtischen Schulen, auch vielen Schülern zu gute.
Die einzige Hoffnung sehen beide CDU-Vertreter derzeit auf eine Unterstützung durch den Bund. Hier konnte Landau, auf Betreiben von OB Thomas Hirsch, dieses Projekt kurzfristig für ein kurzfristig aufgelegtes 100-Millionen-Investitionsprogramm bewerben. „Sollten wir bei diesem Programm jedoch nicht zum Zuge kommen und wir auf die Unterstützung des Landes angewiesen sein, dann sehen wir schwarz für den Kunstrasenplatz“, so abschließend Dr. Bals und Lerch.